Die Anforderungen an unsere digitale Infrastruktur steigen kontinuierlich. Während herkömmliche Kupfer- und DSL-Leitungen physikalische Grenzen erreichen, bildet die Glasfasertechnologie (FTTH – Fiber to the Home) das einzige Fundament, das den künftigen Datenmengen gewachsen ist.

Im Landkreis Altenkirchen bedeutet der Umstieg auf Glasfaser mehr als nur eine höhere Download-Rate. Es geht um die langfristige Sicherung der Standortqualität – sowohl für die wirtschaftliche Nutzung im Home-Office und in Unternehmen als auch für die Wertstabilität privater Immobilien. Ein Glasfaseranschluss ist heute die vierte Versorgungsleitung neben Strom, Wasser und Gas und stellt sicher, dass unsere Region auch in Jahrzehnten technisch noch konkurrenzfähig bleibt.

Zukunftssichere Bandbreiten

Immobilienwert

Standortqualität

Vom Plan bis zur Umsetzung

Die Vorteile der Glasfasertechnologie liegen auf der Hand – doch wie wird aus dem Plan Realität für Ihr Zuhause? Viele Eigentümer stellen sich die Frage, welche baulichen Maßnahmen tatsächlich notwendig sind. Der Prozess ist mittlerweile hochgradig standardisiert und darauf ausgelegt, die Beeinträchtigungen auf Ihrem Grundstück so gering wie möglich zu halten.

Was die Telekommunikationsunternehmen versprechen


Die ausführenden Unternehmen betonen, dass die Belastung für Grundstück und Gebäude so gering wie möglich gehalten wird:
Schonende Verlegung: In der Regel wird versucht, mittels einer sogenannten „Erdrakete“ unterirdisch vorzugehen. So müssen Vorgärten oder gepflasterte Einfahrten meist nicht großflächig aufgegraben werden.

Präzise Bohrung: Für die Hauseinführung wird lediglich ein kleines Loch (ca. 8–16 mm) benötigt, das im Anschluss fachgerecht gas- und wasserdicht versiegelt wird.

Zügige Abwicklung: Die Montage des Hausabschlusspunktes (HÜP) im Keller oder Erdgeschoss dauert oft nur wenige Stunden.

Wo es zu Herausforderungen kommen kann


Trotz moderner Technik und der Zusicherung eines sauberen Ablaufs durch die Anbieter lassen sich Komplikationen im Baustalltag nicht immer gänzlich ausschließen. Bitte beachten Sie:

Bodenbeschaffenheit: Bei extrem felsigem Untergrund oder sehr tiefen Wurzeln stößt die Erdrakete an ihre Grenzen. In solchen Einzelfällen kann ein kurzer offener Graben unvermeidbar sein.

Bauliche Besonderheiten: Je nach Alter und Beschaffenheit der Bausubstanz kann der Aufwand bei der Mauerdurchführung variieren.

Wiederherstellung: Sollten Pflastersteine entnommen werden müssen, sind die Unternehmen verpflichtet, den Ursprungszustand wiederherzustellen. Dennoch lässt sich eine kurzzeitige Baustelle auf dem eigenen Grund nicht immer vermeiden.

Hinweis: Als Behörde begleiten wir den Ausbau kritisch und stehen im Austausch mit den Anbietern, um einen möglichst reibungslosen Ablauf in unserer Gemeinde sicherzustellen.

Häufige Fragen – Klarheit für Ihr Vorhaben

Wer baut bei mir aus?

Beim eigenwirtschaftlichen Ausbau investieren Telekommunikationsunternehmen eigene Mittel, um rentable Gebiete zu erschließen. Im Kreis Altenkirchen sind dies die Deutsche Glasfaser, GlasfaserPlus, WestConnect und Telekom Deutschland. Beim geförderten Ausbau übernimmt die öffentliche Hand (Bund/Land/Kreis) die Kosten für Gebiete, in denen sich der Ausbau für Unternehmen alleine nicht rechnet („dunkelgraue Flecken“). Das Ziel im Landkreis Altenkirchen ist jedoch immer das Gleiche: Ein flächendeckendes Glasfasernetz für alle.

Das ist ganz einfach: Nutzen Sie unsere interaktive Ausbaukarte. Dort sehen Sie sofort, ob Ihre Adresse im geförderten Projektgebiet liegt oder von einem privaten Anbieter eigenwirtschaftlich ausgebaut wird. Je nach Modell gibt es unterschiedliche Ansprechpartner.

Kosten & Verträge

Im geförderten Ausbau: Ja, der Hausanschluss ist für Sie komplett kostenfrei, sofern Sie die Grundstückseigentümererklärung (GEE) rechtzeitig abgeben.
Im eigenwirtschaftlichen Ausbau: Die Telekommunikationsunternehmen bieten den Anschluss während der Vorvermarktungsphase meist ebenfalls kostenlos an (0,- € Baukostenzuschuss). Wer sich erst später entscheidet, muss in der Regel eine Anschlussgebühr zahlen. Diese liegen momentan zwischen 1.500 € und 3.000 €.

Für den reinen Bau des Anschlusses bis in Ihr Haus ist nicht zwingend sofort ein neuer Vertrag nötig. Um die Glasfaserleitung jedoch aktiv nutzen zu können (Internet/Telefon), benötigen Sie einen passenden Tarif beim jeweiligen Anbieter. Im geförderten Ausbau herrscht „Open Access“ – das bedeutet, dass nach einer gewissen Zeit auch andere Anbieter das Netz nutzen können.

Technik & Installation

Das ist möglich, aber teurer und aufwendiger. Während der aktuellen Ausbauphase sind die Bautrupps direkt in Ihrer Straße aktiv. Ein späterer Einzelanschluss erfordert eine erneute Anfahrt und Baustelle vor Ihrem Haus, was mit Kosten von oft 1.500 € bis 2.500 € verbunden ist. Wir empfehlen daher grundsätzlich, die Chance während der Bauphase zu nutzen.

Dies ist das wichtigste Dokument. Damit erlauben Sie dem ausbauenden Unternehmen offiziell, das Glasfaserkabel über Ihr Grundstück bis ins Haus zu legen. Ohne diese Unterschrift darf kein Anschluss auf privatem Grund gebaut werden – auch wenn die Leitung direkt in der Straße davor liegt.

Der Bauprozess

Nein, in der Regel nicht. Moderne Verfahren wie die „Erdrakete“ ermöglichen es, das Kabel unterirdisch unter Gärten und gepflasterten Einfahrten „durchzuschießen“. Es werden lediglich zwei kleine Gruben benötigt: eine am Gehweg und eine direkt am Haus. Allerdings handelt es sich bei jedem Anschluss um einen Einzelfall, bei dem das Vorgehen vor Ort entschieden werden muss.

Es wird eine kleine Bohrung von ca. 8-10 mm Durchmesser vorgenommen. Diese wird nach der Durchführung des Kabels mit einer speziellen Gas- und Wasserdichtung versiegelt. Das ist ein Standardverfahren, das die Substanz Ihres Hauses nicht beeinträchtigt.

Jetzt den Status für Ihre Adresse prüfen

Ob geförderter Ausbau oder eigenwirtschaftliches Projekt – durch unsere interaktive Ausbaukarte finden Sie mit wenigen Klicks weitere Details zum aktuellen Sachstand heraus – und das adressgenau.